Sexualität
Männer und Sex – alles klar, oder? Aber weiß Mann wirklich, was männliche Sexualität ist? Sexualität ist ein spannendes Thema, das weit mehr umfasst als die hormonell gesteuerte Erektion mit dem Wunsch einzudringen und zuzustoßen. Entsprechend ist auch der männliche Orgasmus weitaus vielschichtiger und komplexer. Orgasmus ist eben nicht gleich Orgasmus, weder in Qualität, Intensität, noch individueller Wahrnehmung. Dennoch halten sich hartnäckig Sexualmythen, die teilweise wirklich absurd sind wie beispielsweise die folgenden drei Klassiker.
Mythos Nr. 1: Männer können immer.
Der omnipotente Mann, der immer will und immer kann, ist eine mediale Supermann-Erfindung. Ein mythisches Wesen, das vor allem jüngeren Männern zusetzt, die noch am Anfang ihrer sexuellen „Karriere“ stehen. Statt auf ihr eigenes Lustempfinden zu vertrauen, – das schlicht auch mal ausbleiben kann – beschert ihnen die Angst, dem Bild nicht zu entsprechen, nicht selten komplettes Versagen oder zu frühes Ejakulieren.
Mythos Nr. 2: Nur mit Orgasmus ist Sex guter Sex.
Jeder Mann bringt Höchstleistungen im Bett, denn ohne Orgasmus ist Sex kein guter Sex. Stimmung, Zärtlichkeit und Vorspiel ist alles Weiberkram. Und dient nur dem Ziel, endlich kommen zu können und so richtig ausgepowert zu sein. Männer, die tatsächlich so lieben, sind definitiv keine gefragten Liebhaber. Ein Orgasmus ist nicht das einzige Qualitätskriterium für guten Sex. Berührungen und die Vereinigung der Körper sind der eigentliche Hauptakt und Mann kann dann auch sehr gut ohne Ejakulation auskommen.
Mythos Nr. 3: Sex kann ältere Männer umbringen.
Ältere Männer begegnet mitunter noch ein anderer Mythos: Viele Herz-Kreislauf-Patienten fürchten, ihr geschwächtes Herz beim Sex zu überfordern. Doch hier kann eindeutig Entwarnung gegeben werden. Wer in normalem Tempo Treppen steigen kann, ohne nach jedem Absatz nach Luft zu ringen, der braucht sich auch im Bett keinerlei Sorgen zu machen, der kann sich entspannen und ganz getrost wieder der schönsten Sache der Welt widmen.
TIPP:
Sollten Sie dennoch unsicher sein, der Arzt Ihres Vertrauens wird Sie gern über mögliche Gefahren aufklären und beruhigen können. Wer erst einmal weiß, dass Cholesterinsenker oder Hochdruckmittel die Lust am Sex mindern, kann eventuell das Präparat wechseln. Hormone oder so genannte PDE-5-Hemmer wie Viagra helfen, wenn auf das Medikament nicht verzichtet werden kann. Wer nicht gleich zur Potenzpille greifen möchte, für den können beispielsweise bestimmte Mikronährstoffe mit einer starken Gefäßschutzfunktion nützlich sein.






